Goldpreis fällt: XAU/USD verliert 1,49 % durch Dollar und Öl
Der Goldpreis-Rückgang am Montag schickte XAU/USD um etwa 1,49 % auf 4.163 $ nach unten, nach einem Tageshoch von 4.217 $. Ein stärkerer US-Dollar, höhere Ölpreise und Wetten auf Zinserhöhungen der Federal Reserve belasteten das Edelmetall.
Die wichtigsten Punkte
- Dollar fester: Der US Dollar Index (DXY) stieg um 0,3 % auf 102,56.
- Öl höher: WTI-Rohöl legte um mehr als 2 % auf 93,69 $ zu.
- Druck im Chart: Der Goldchart zeigt niedrigere Hochs und niedrigere Tiefs.
Was ist passiert?
XAU/USD gab die frühen Gewinne ab und drehte von 4.217 $ auf 4.163 $. Die höheren Ölpreise wurden mit Angriffen der Huthi auf Saudi-Arabien und iranischen Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus in Verbindung gebracht.
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen blieb mit 5,242 % unverändert und damit auf hohem Niveau. Die Geldmärkte preisen weiterhin eine Zinserhöhung der Fed ein, jedoch nicht im Oktober. Die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 0,25 % bei dieser Sitzung liegt bei 20 %, gegenüber knapp 90 % für Dezember.
Im Chart ist 4.150 $ die erste Unterstützung, eine psychologische Marke. Darunter liegen 4.100 $, dann 4.000 $ und das Zyklustief vom 29. Juli bei 3.996 $. Der Widerstand beginnt bei 4.200 $, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 4.256 $ und dem 50-Tage-SMA bei 4.337 $. Der RSI steigt, bleibt aber unter der neutralen Marke von 50.
Hintergrund
Trump kündigte eine Waffenruhe bei Angriffen auf Energieanlagen zwischen Russland und der Ukraine an, dennoch wurde weiterhin von Schusswechseln berichtet. Medienberichten zufolge akzeptierten die USA einige der sieben Bedingungen des Iran zur Beendigung des Krieges. Teheran erklärte, die Straße von Hormus werde nicht geöffnet, solange seine Forderungen nicht erfüllt seien.
Gold wird üblicherweise als sicherer Hafen gehandelt. Es bewegt sich umgekehrt zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen und reagiert empfindlich auf Realzinsen. In dieser Woche sind Dollar und Renditen die dominierenden Kräfte.
Auswirkungen auf den Markt
- XAU/USD: Gold ist einem um 0,3 % gestiegenen Dollar und auf 5,242 % verharrenden Anleiherenditen ausgesetzt.
- DXY: Der Index bei 102,56 spiegelt die Nachfrage nach dem Dollar wider, da die Märkte eine Fed-Zinserhöhung im Dezember einpreisen.
- WTI-Rohöl: Der Anstieg um 2 % auf 93,69 $ folgt auf die gemeldeten Angriffe auf Saudi-Arabien und auf Schiffe in der Straße von Hormus.
- USD/JPY: Das Paar notierte laut den Marktkurzmeldungen der Quelle über 158,00.
Worauf es als Nächstes ankommt
- US-CPI (Mittwoch): Die Inflationszahl fließt direkt in die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung im Oktober und Dezember ein.
- US-PPI (Donnerstag): Die Erzeugerpreise folgen einen Tag nach dem CPI und ergänzen das Inflationsbild.
- Fed-Vertreter: Aussagen, angeführt von Fed-Chef Kevin Warsh, könnten die Preisgestaltung des Zinspfads verschieben.
Fazit
Gold fiel am Montag, da Dollar, Öl und die Einpreisung von Fed-Zinserhöhungen alle gegen das Metall liefen. Für XAU/USD-Trader markieren die Niveaus 4.150 $ und 4.200 $ die aktuelle Handelsspanne. Die US-Inflationsdaten dieser Woche bilden den Rahmen für die Fed-Erwartungen.
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Quelle: FXStreet
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