Dollar-Index auf Hoch: DXY über 102,50, Brent über 107 $
Der Dollar-Index stieg auf ein Hoch knapp über 102,50 und erreichte damit den höchsten Stand seit April 2025, während Brent wieder über 107 $ pro Barrel kletterte. Das Hoch des Dollar-Index ist für Devisenhändler relevant, weil die Schwäche von Euro und Yen, die zusammen 71 % des Index ausmachen, die Bewegung antrieb.
Die wichtigsten Punkte
- Index auf mehrmonatigem Hoch: Der Dollar-Index erreichte knapp über 102,50 und damit den höchsten Stand seit April 2025.
- Ölpreis kehrt um: Brent fiel am Freitag unter 103 $ und stieg dann auf knapp über 107 $, den höchsten Stand seit mehr als zwei Wochen.
- Gewicht von Euro und Yen: Die beiden Währungen machen 71 % des Index aus und erklären etwa drei Viertel seines Anstiegs seit dem Tief vom Montag.
Was ist passiert?
Brent fiel am Freitag unter 103 $ pro Barrel, als die Märkte nach Trumps Ankündigung eines Energie-Waffenstillstands wieder öffneten. Am Montag kehrte sich der Preis um. Er stieg auf knapp über 107 $, nachdem die iranischen Revolutionsgarden gemeldet hatten, innerhalb von zwei Tagen sei ein dritter Supertanker in der Straße von Hormus in Brand gesetzt worden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete am Montag sechs russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen. Der Kreml erklärte, die Waffenstillstandsgespräche zwischen Russland und der Ukraine liefen weiter.
Der Dollar-Index fiel zur Wocheneröffnung zunächst auf nahe 102,10. Anschließend stieg er über 102,50, angeführt von der Schwäche bei Euro und Yen.
Hintergrund
Der Dollar-Index hat seit seinem Tief vom 9. September nach vier Wochengewinnen in Folge etwa 4 % zugelegt. Die Bewegung am Montag setzt diese Serie fort.
Europa und Japan beziehen nahezu ihr gesamtes Öl aus dem Ausland, und die Rechnungen werden in Dollar beglichen. Ein höherer Rohölpreis erhöht die Dollar-Kosten für Importeure, die dafür heimische Währung verkaufen müssen. Das verstärkt den Verkaufsdruck auf Euro und Yen.
Auswirkungen auf den Markt
- Dollar-Index (DXY): Der Index hält sich auf seinem Hoch, nachdem er die Marke von 102,50 überwunden hat, die ihn am 5., 7. und 8. Oktober gedeckelt hatte.
- EUR/USD: Die Euro-Schwäche war ein Haupttreiber des Indexanstiegs. EUR/USD stand bei 1,1205 (Referenzkurs, 12.10.2026).
- USD/JPY: Auch die Yen-Schwäche trug zur Bewegung bei. USD/JPY stand bei 158,3900 (Referenzkurs, 12.10.2026).
- Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen: Die Rendite blieb bei 5,24 % und damit unverändert zu Freitag, da der Kassamarkt für Anleihen wegen des Columbus Day geschlossen war.
Worauf Händler als Nächstes achten sollten
- Waffenstillstandsgespräche zwischen Russland und der Ukraine: Der Kreml sagt, sie liefen weiter, während Selenskyj von anhaltenden Angriffen auf Energieanlagen berichtet.
- Meldungen zu Tankern in der Straße von Hormus: Brent stieg nach der dritten iranischen Meldung innerhalb von zwei Tagen auf knapp über 107 $, und Öl ist der Kanal, der diese Entwicklung mit Euro und Yen verbindet.
Fazit
Berichte über russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen bei laufenden Waffenstillstandsgesprächen fielen mit einer Erholung des Ölpreises zusammen. Der Dollar-Index erreichte in derselben Sitzung den höchsten Stand seit April 2025. Die Quelle führt die Dollar-Gewinne auf ölbedingte Schwäche bei Euro und Yen zurück, wodurch EUR/USD und USD/JPY die Paare sind, die der Energie-Thematik am stärksten ausgesetzt sind.
Weiterführende Artikel
- Forex-Broker in den Vereinigten Staaten von Amerika
- Gold Prices Retreat as Iran Blockade Fears Boost Dollar and Oil
- OIL SHOCK 2026: The "100-Year Reconstruction" Threat and What it Means for Your Margin
Quelle: FXStreet
Dieses Material dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.