Gold-ETF-Zuflüsse in der 12. Woche in Folge, Abflüsse halten an
Die Gold-ETF-Zuflüsse blieben die 12. Woche in Folge positiv: Laut Daten des World Gold Council (WGC) standen 2,08 Mrd. $ an Zuflüssen 1,46 Mrd. $ an Rückgaben gegenüber. Die Serie setzt sich fort, obwohl Gold unter 4.165 $ je Unze notiert – relevant für Trader, die den US-Dollar, die US-Renditen und die indische Rupie beobachten.
Die wichtigsten Punkte
- Serie mit Einschränkung: Die Flows waren die 12. Woche in Folge positiv, doch auf jeweils 10 $ an Zuflüssen kamen rund 7 $ an Abflüssen.
- Regionale Unterschiede: Die Anlagen in US-ETFs lagen in der vergangenen Woche bei minus 132 Mio. $, während chinesische ETFs 365 Mio. $ aufnahmen.
- Rekordbestände: Die weltweiten Gold-ETF-Bestände erreichten 4.256 Tonnen, nachdem sie im September um 67,3 Tonnen gestiegen waren.
Was ist passiert?
Gold wurde am Montag unter 4.165 $ je Unze gehandelt, ein Minus von knapp unter 1 %. Im vergangenen Monat hat das Metall mehr als 3 % verloren.
Darshan Desai, CEO von Aspect Bullion & Refinery, beschrieb die Schwankungen der vergangenen Woche. Er sagte: „Die Goldpreise schwankten in der vergangenen Woche, fielen auf Niveaus nahe den Zwei-Monats-Tiefs und erholten sich dann dank Schnäppchenkäufen und schwächerer US-Renditen.“
Renisha Chainani, Chief Research Officer bei Augmont, verwies auf den Druck in der Wochenmitte. Sie sagte: „Restriktive Fed-Protokolle und -Reden, ein fester Dollar und US-Staatsanleiherenditen auf Zwei-Jahrzehnte-Hochs belasteten Gold in der Mitte der vergangenen Woche erheblich.“
Hintergrund
Gold erreichte am 29. Januar ein Rekordhoch von 5.608 $ je Unze. Seitdem hat es 25 % seiner Gewinne abgegeben und liegt seit Jahresbeginn über 3 % im Minus. Der Rückgang folgte auf den US-Angriff auf den Iran am 28. Februar. Inflationsängste, steigende Renditen von US-Staatsanleihen, Hoffnungen auf höhere Zinsen und eine Umschichtung in Rohöl belasteten das Metall.
In der Woche bis zum 2. Oktober führten die USA die ETF-Zuflüsse an, mit Anlagen von 3,46 Mrd. $ und Rückgaben von 1,51 Mrd. $. Seit Jahresbeginn belaufen sich die Netto-Anlagen in Asien auf 17,72 Mrd. $, in Europa auf 17,38 Mrd. $ und in Nordamerika auf 4,12 Mrd. $.
Die People's Bank of China hat ihre Goldkäufe im September verstärkt. Es war der 23. Monat in Folge, in dem die Zentralbank ihre Bestände aufstockte.
Marktauswirkungen
- Gold: Die stabile ETF-Nachfrage geht mit einem Preis unter 4.165 $ einher, und laut WGC trieb die Schwäche indischer Aktien Anleger in das Metall.
- US-Dollar und Renditen von US-Staatsanleihen: Ein fester Dollar und US-Renditen auf Zwei-Jahrzehnte-Hochs belasteten Gold in der Wochenmitte, daher bleibt Gold auf beides empfindlich.
- Öl: Die Preise kühlten ab, nachdem Präsident Donald Trump von produktiven Gesprächen mit dem Iran gesprochen hatte, was die Inflationsängste dämpfte.
- USD/INR: Die Schwäche der Rupie wird als Stütze der inländischen Goldnachfrage genannt (Referenzkurs, 2026-10-12: 96,4100).
Worauf Anleger als Nächstes achten sollten
- US-Inflationsdaten: Inflationsängste zählen zu den Faktoren, die Gold belasten; ein Veröffentlichungstermin wurde nicht genannt.
- Signale der Federal Reserve: Restriktive Fed-Protokolle und -Reden setzten Gold in der vergangenen Woche unter Druck; für weitere Signale wurden keine Termine genannt.
- Geopolitische Entwicklungen: Der Rückgang von Gold begann nach dem US-Angriff auf den Iran am 28. Februar; für die Gespräche zwischen Trump und dem Iran wurde kein Termin genannt.
- Prognose von State Street: Im Basisszenario des Hauses liegt Gold bis Ende des ersten Quartals 2027 bei 4.750–5.500 $.
Fazit
Die Gold-ETF-Zuflüsse sind seit 12 Wochen positiv, doch Rückgaben absorbierten in der vergangenen Woche einen großen Teil davon. Die USA und China bewegten sich in entgegengesetzte Richtungen, und der Dollar sowie die US-Renditen bleiben die wichtigsten genannten Belastungsfaktoren für den Goldpreis.
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Quelle: thehindubusinessline.com
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