RBI-Devisenbeschränkungen für Rupie: Importeure im Visier nach Rekord-Hedging
Die Rupie-Beschränkungen der RBI betreffen nun Importeure und Hedging-Aktivitäten, angeführt von einer Reservepflicht von 20% auf große Devisenderivate-Geschäfte. Die Schritte folgen auf das Rekord-Hedging von Importeuren im September, während die Rupie in diesem Jahr um knapp 6% gefallen ist.
Die wichtigsten Punkte
- Reservepflicht: Kreditinstitute müssen 20% des Rupie-Gegenwerts auf Devisenderivate-Geschäfte über 2 Millionen US-Dollar zurücklegen.
- Rekord-Hedging: Termingeschäfte zum Kauf von US-Dollar erreichten im September 76,8 Milliarden US-Dollar, über den 75,9 Milliarden US-Dollar im März.
- Rupie weiterhin schwach: Die Rupie schloss am Dienstag bei 95,2838 je US-Dollar und legte um 0,5% zu, nachdem sie am Vortag bereits um 1% gestiegen war.
Was passiert ist
Die Reserve Bank of India senkte außerdem die Obergrenze für Derivatgeschäfte ohne zugrunde liegenden Vermögenswert von 100 Millionen auf 5 Millionen US-Dollar. Beide Maßnahmen gehörten zu den Schritten vom Samstag. Die IDFC First Bank schätzt, dass die Reservepflicht die Absicherungskosten um etwa 1,5% erhöhen wird.
Importeure hatten vor dieser Maßnahme große Terminpositionen aufgebaut. Die Termingeschäfte zum Kauf von US-Dollar lagen in diesem Jahr im Schnitt bei 64 Milliarden US-Dollar pro Monat, 44% mehr als 2025. Den 76,8 Milliarden US-Dollar im September stehen Verkäufe von Exporteuren in Höhe von 41,3 Milliarden US-Dollar gegenüber.
A. Prasanna, Leiter der Forschungsabteilung der ICICI Securities Primary Dealership Ltd, sagte: „Die RBI ist der Ansicht, dass ein großer Teil der Hedging-Aktivitäten, besonders auf der Derivateseite, spekulativer Natur ist.“
Hintergrund
Die RBI hatte bereits andere Instrumente eingesetzt. Über ein Programm für Einlagen der Auslandsinder nahm sie 133 Milliarden US-Dollar auf und erhöhte erstmals seit fast vier Jahren ihren Leitzins, doch die Rupie gab weiter nach. Zudem begrenzte sie die Netto-Devisenposition der Banken im Inland auf 100 Millionen US-Dollar pro Tag und forderte sie auf, keine Offshore-Rupie-Produkte mehr anzubieten. Die Beschränkung für Offshore-Geschäfte wurde später wieder aufgehoben.
Die Rupie befindet sich im neunten Jahr in Folge im Abwärtstrend und hat in den vergangenen zwei Jahren 13% verloren. Die jüngsten Schritte gehören zu den härtesten seit dem Taper Tantrum von 2013. Sie betreffen nun auch Unternehmen, die für ihr tägliches Geschäft US-Dollar benötigen.
Sonal Varma, Chefvolkswirtin für Asien ohne Japan bei der Nomura Holdings Inc., sagte: „Die Beschränkungen zielen möglicherweise darauf ab, spekulative Nachfrage zurückzudrängen, sie werden aber auch Folgen für Akteure mit echtem Bedarf haben.“
Auswirkungen auf den Markt
- USD/INR: Die Rupie war in Richtung 97 je US-Dollar gefallen. Analysten sagen, ein Bruch unter dieses Niveau könnte den Weg zu 100 öffnen. Der tägliche USD/INR-Referenzkurs liegt bei 95,5600 (Referenzkurs vom 14. Oktober 2026).
- Dollar-Rupie-Termingeschäfte: Die Terminkurse haben in den vergangenen beiden Handelstagen stark geschwankt. Der Rekordankauf von Termindevisen durch Importeure ist genau das Verhalten, auf das die neue Reservepflicht am direktesten abzielt.
- Ölbedingte Dollarnachfrage: Staatliche Raffinerien benötigen rund 10 Milliarden US-Dollar pro Monat für Rohölimporte, und die Maßnahmen nehmen sie vom Markt. Bloomberg Economics schätzt die Netto-Ölimportrechnung im September auf 10,8 Milliarden US-Dollar, nach 9,9 Milliarden US-Dollar im August.
Worauf man als Nächstes achten sollte
- Klarstellung durch die Aufsicht: Banken warten auf Hinweise, wie die neuen Regeln für ihre Kunden gelten.
- Verhalten der Importeure: Importeure könnten ihre Hedging-Volumen verkleinern oder Laufzeiten verkürzen, und ein Teil der Nachfrage könnte ins Ausland abwandern. Volkswirte von Citigroup sagen, Unternehmen, die das Hedging aufschieben, könnten Dollar näher am Zahlungstermin kaufen.
- Öl- und Anleiherenditen: Eine größere Belastungsprobe für die Rupie entsteht, wenn Ölpreise und globale Anleiherenditen weiter steigen.
Fazit
Die RBI ist von der Begrenzung der Positionen der Banken zur Einschränkung des Hedgings durch Importeure übergegangen. Für Händler im USD/INR sind die zentralen Risikofaktoren das Niveau 97, die Hedging-Ströme der Importeure und die ölbedingte Dollarnachfrage.
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Quelle: The Hindu BusinessLine
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