Ölpreis aktuell: Rohöl nahe 104 $ – Angriffe gefährden Ölversorgung im Nahen Osten

Ölpreis aktuell: Rohöl nahe 104 $ – Angriffe gefährden Ölversorgung im Nahen Osten

TopFxBrokers
12. Oktober 2026
Quelle: businessreport.com

Erneute Angriffe in der Golfregion bedrohen die Ölversorgung im Nahen Osten. Rohöl notierte am Montag bei rund 104 $ pro Barrel. Für Forex-Händler ist die Entwicklung relevant, da Ölexporteure wie Saudi-Arabien und Kuwait sowie große Abnehmer wie China im Zentrum des Geschehens stehen.

Die wichtigsten Punkte

  • Preisabstand: Rohöl liegt deutlich über dem Niveau von knapp unter 70 $ pro Barrel vor Kriegsbeginn im Februar.
  • Angriffe auf die Schifffahrt: In diesem Monat wurden mindestens 16 Schiffe bei der Durchfahrt der Straße von Hormus angegriffen.
  • Teilweise Erholung: Kuwait fördert etwa 2 Millionen Barrel pro Tag, rund 75 % des Vorkriegsniveaus.

Was ist passiert?

Huthi-Angriffe trafen Saudi-Arabien, darunter ein tödlicher Anschlag auf den Flughafen Riad. Separate Angriffe richteten sich gegen Tanker in der Straße von Hormus, wie businessreport.com berichtete.

Saudi-Arabien leitete Exporte über die Ost-West-Pipeline zum Roten Meer um. Frühere Schäden an der Leitung wurden schnell repariert.

Die Rohölexporte haben sich mit Unterstützung des US-Militärs und über alternative Schifffahrtsrouten teilweise erholt. Der Bericht nennt keine Referenzsorte für den Preis von 104 $.

Hintergrund

Der Krieg im Nahen Osten begann im Februar. Die iranischen Rohölexporte sind seit der US-Seeblockade weitgehend zum Erliegen gekommen.

Regierungen haben bereits strategische Reserven angezapft, darunter eine koordinierte Freigabe im März. Auch die weltweiten Raffineriekapazitäten reichen kaum aus, um die Nachfrage zu decken.

Auswirkungen auf die Märkte

  • Rohöl: Der Preis liegt bei rund 104 $ pro Barrel, gegenüber knapp unter 70 $ vor dem Krieg. Die Angriffe zielen sowohl auf Transportwege der Förderseite als auch auf den Tankerverkehr.
  • Diesel: Die Preise erreichen in mehreren Märkten Rekordhöhen, auch in den USA, was Fracht- und Transportkosten erhöht.
  • USD/CNY: China beginnt wieder, mehr Öl einzukaufen. Damit hängt das Paar an der Importnachfrage und den Kraftstoffkosten. Der Kurs lag bei 6,6883 (Referenzkurs, 2026-10-12).
  • USD/KWD und USD/SAR: Kuwait und Saudi-Arabien sind beide Ölexporteure, daher sind Exportvolumen und Einnahmen der relevante Kanal. Die Referenzkurse lagen bei 0,3094 und 3,7500 (Referenzkurs, 2026-10-12). Es handelt sich um Tageswerte; eine Devisenbewegung wird nicht gemeldet.

Worauf es als Nächstes ankommt

  • Sicherheit der Routen: Sowohl die Ost-West-Pipeline als auch alternative Seewege bleiben anfällig für weitere Angriffe.
  • Nachhaltigkeit der Exporte: Längere Routen und höhere Transportkosten machen die aktuellen Exportmengen schwer aufrechtzuerhalten.
  • Reservestände: Die strategischen Reserven schwinden, und Branchenvertreter erwarten anhaltende Volatilität, möglicherweise bis 2027.

Fazit

Dies ist bislang eine Geschichte der Versorgungssicherheit, noch keine Währungsgeschichte. Ölgebundene Währungen sind über die Transportvolumen der Exporteure und die Kraftstoffkosten der Importeure betroffen, und beides hängt von weiterhin umkämpften Routen ab.

Weiterführende Artikel

Quelle: businessreport.com

Dieses Material dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.