Lagarde: Keine Zweitrundeneffekte sichtbar, sagt EZB-Chefin

Lagarde: Keine Zweitrundeneffekte sichtbar, sagt EZB-Chefin

TopFxBrokers
14. Oktober 2026
Quelle: fxstreet.com

EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte am Mittwoch, die Bank sehe noch keine Zweitrundeneffekte durch die höhere Inflation, und EUR/USD stieg zum Zeitpunkt der Berichterstattung um 0,06 % auf 1,1205. Die Aussagen Lagardes zu Zweitrundeneffekten sind für Euro-Trader wichtig, weil sie zeigen, wie die EZB den Preisdruck jenseits der Energiepreise einschätzt.

Die wichtigsten Punkte

  • Energiegetriebene Inflation: Lagarde sagte, die Inflation steige vor allem, aber nicht nur, wegen der Energiepreise.
  • Wachstumseinschätzung: Für das Wachstum des Euroraums im Jahr 2026 nannte sie 1,1 %.
  • Verhaltene Reaktion des Euro: EUR/USD lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung im Tagesverlauf 0,06 % höher.

Was passiert ist

Lagarde sprach am Mittwoch über energiegetriebene Inflation, mögliche Lohnsteigerungen durch Tarifverhandlungen, französische Schulden und Fiskalpolitik sowie das Wachstum. „Wir sehen bisher keine Zweitrundeneffekte“, sagte sie.

Sie fügte hinzu, die EZB könne nicht warten, bis solche Effekte vollständig sichtbar seien. Die Bank könne ihnen vorgreifen und nach Hinweisen suchen, so Lagarde.

Zum Wachstum sagte Lagarde: „Das Wachstum ist nicht glänzend, aber ein Wachstum von 1,1 % im Jahr 2026 ist nicht schlecht.“

Der Speechtracker von FXStreet bewertete die Rede mit 4,6 von 10 Punkten, unter seinem historischen Richtwert von 5,6 von 10. Diese Bewertung stammt von FXStreet selbst und ist keine Aussage von Lagarde.

Hintergrund

Das primäre Mandat der EZB ist die Preisstabilität, definiert als Inflation um 2 %. Dieses Ziel verfolgt sie vor allem über die Zinssätze.

Zweitrundeneffekte bezeichnen die Weitergabe energiebedingter Preissteigerungen an Löhne und andere Preise. Laut dem Quellartikel stärken höhere Zinsen den Euro in der Regel, quantitative Lockerung schwächt ihn in der Regel, und quantitative Straffung wirkt für ihn üblicherweise positiv.

Auswirkungen auf den Markt

  • EUR/USD: Das Währungspaar notierte zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei 1,1205 und lag 0,06 % höher. Höhere Zinsen stärken den Euro in der Regel, weshalb die Inflationseinschätzung der EZB mit EUR/USD verknüpft ist.
  • AUD/USD: AUD/USD hielt sich in der asiatischen Sitzung nahe 0,7000, gestützt durch die gemischten Inflationsdaten und die robusten Handelsdaten aus China. Der US-Dollar tendierte trotz der Eskalation im Nahen Osten insgesamt schwach.
  • USD/JPY: USD/JPY bewegte sich nahe 158,50 in einer Spanne, wobei Interventionsrisiken das Aufwärtspotenzial begrenzten.
  • Gold: Gold fiel den dritten Tag in Folge, da die Erholung vor den US-Inflationsdaten ins Stocken geriet. Ein bärischer täglicher RSI lässt das Niveau von 4.100 $ gefährdet erscheinen.

Was als Nächstes wichtig ist

  • Veröffentlichung des US-VPI: Trader warten auf die Daten, und die Erholung des Goldes geriet vorher ins Stocken. Die Quelle nennt kein Veröffentlichungsdatum.
  • Sitzungen des EZB-Rats: Der Rat tagt achtmal im Jahr. Die Quelle nennt kein Datum für die nächste Sitzung.
  • Ölpreise und US-Staatsanleihenrenditen: Der US-Dollar pausierte seine Korrektur, als die Ölpreise stiegen und die Renditen der US-Staatsanleihen sich stabilisierten.

Fazit

Lagarde beschrieb die Inflation derzeit als energiegetrieben, Zweitrundeneffekte seien noch nicht sichtbar. Für EUR/USD-Trader geht es um jede Veränderung in der Einschätzung der EZB zu Lohn- und Preisdaten.

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Quelle: FXStreet

Dieses Material dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.