DBS-CEO Tan sieht trotz Kapitalabfluss-Sorgen Vertrauen des Auslands in Indien
DBS-Bank-CEO Tan Su Shan hat Bedenken wegen Kapitalabflüssen aus Indien zurückgewiesen und auf die 133 Mrd. $ verwiesen, die indische Banken im Rahmen des FCNR(B)-Programms eingeworben haben. Die Aussagen sind für USD/INR-Trader relevant, da die Rupie nahe ihren historischen Tiefstständen notiert und ausländische Investoren zuletzt Netto-Verkäufer indischer Aktien waren.
Die wichtigsten Punkte
- Stützung der Rupie: Laut Tan braucht Indien mehr ausländische Direktinvestitionen (FDI) und höhere Exporte, um nachhaltigeres Kapital anzuziehen.
- Wachstumsargument: Sie sagte, es gebe weltweit nur noch wenige große Länder mit einem BIP-Wachstum von über 7 %.
- Kreditdaten: Laut Tan schaffen India Stack, GST und UPI ein Datenökosystem, das Finanzinstituten bei der Kreditbewertung hilft.
Was ist passiert?
Tan traf Finanzministerin Nirmala Sitharaman am Samstag während deren Besuchs in Singapur. Eine Reaktion von Sitharaman oder der indischen Regierung wird nicht zitiert.
Tan wertete die starke Nachfrage nach FCNR(B)-Einlagen als Zeichen des Vertrauens aus dem Ausland. „Das zeigt, dass die Welt Vertrauen in indische Kreditnehmer hat“, sagte sie.
Sie sagte, Indien müsse einen Weg finden, seine Währung stabil zu halten und zugleich mehr FDI und Exporte anzuziehen. „Wir müssen einen Weg finden, die Rupie stabil zu halten“, sagte Tan.
Indien verfüge über Stärke und Menschen, sagte sie und verwies auf die Software-Talente und die digitale Infrastruktur des Landes.
Hintergrund
Tan sagte, sie sei strukturell weiterhin optimistisch für Indien. Sie nannte die wachsende Mittelschicht, das Wirtschaftswachstum und die digitale Infrastruktur.
Das indische KMU-Kreditbuch der DBS habe sich während Covid am besten entwickelt, weil die Bank über gute Daten verfügt habe. Für künstliche Intelligenz benötige Indien laut Tan weiterhin Hardware- und Präzisionsfertigungskompetenzen.
Tan sagte zudem, Singapur könne eine wichtige Rolle als Vermittler von Investitionen zwischen Nord- und Südasien spielen. Der Reporter war auf Einladung der DBS Bank in Singapur.
Auswirkungen auf den Markt
- USD/INR: Die Netto-Aktienverkäufe ausländischer Investoren haben die Rupie unter Druck gesetzt. Der USD/INR-Kurs lag bei 96,65 (EZB-Referenzkurs, 12.10.2026).
- Indische Aktien: Ausländische Investoren verkauften in den vergangenen zwei Monaten netto indische Aktien im Wert von 7,76 Mrd. $. Die Quelle nennt weder ein Enddatum für diesen Zeitraum noch für die FCNR(B)-Gesamtsumme von 133 Mrd. $.
- INR-Volatilität: Die Reserve Bank of India (RBI) kündigte Maßnahmen zur Eindämmung der Volatilität an. Die Quelle nennt weder Details zu den Maßnahmen noch das Datum.
Worauf Trader als Nächstes achten sollten
- FDI- und Exportdaten: Tan nannte beides als Weg zu nachhaltigerem Kapital, die Quelle nennt jedoch keine aktuellen Zahlen für eines von beiden.
- RBI-Maßnahmen: Ihre Ausgestaltung würde zeigen, wie die Zentralbank Kursschwankungen der Rupie begrenzen will.
- Ausländische Aktienflüsse: Netto-Verkäufe sind der Druckpunkt, den die Quelle für die Rupie nennt.
Fazit
Ein ranghoher ausländischer Banker argumentiert, dass die Einlagennachfrage und nicht die Aktienverkäufe zeige, wie ausländische Investoren Indien sehen. Für USD/INR-Trader ist die Aufteilung zwischen diesen beiden Kapitalkanälen der Streitpunkt.
Weiterführende Informationen
Quelle: Economic Times
Dieses Material dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.