EUR/USD Prognose: Konsolidierung nahe Tiefs vor US-CPI und Frankreich-Schulden
Die EUR/USD-Konsolidierung nahe den jüngsten Tiefs hält an, da Sorgen um die französischen Staatsschulden den US-Dollar stützen. Am Mittwoch steht der US-CPI an. Frankreich hat ein Defizitziel für den Haushalt 2027 von 5,0 % des BIP vorgeschlagen, und EUR/USD bildet seit diesem Vorschlag einen Boden aus.
Die wichtigsten Punkte
- Dollar gefragt: Die Nachfrage nach sicheren Häfen im Zusammenhang mit den französischen Schuldenproblemen hält den US-Dollar fest, obwohl die Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed im Oktober zurückgefahren wurden.
- Spread auf Extremniveau: Der Spread zwischen französischen Anleihen und Bunds liegt auf dem höchsten Stand seit der Eurozonen-Schuldenkrise.
- Daten voraus: Der US-CPI wird am Mittwoch veröffentlicht, der Fokus liegt auf dem Kern-CPI.
Was ist passiert?
EUR/USD notiert nach einem starken Ausverkauf in den vergangenen Wochen nahe seinen Tiefs, so investinglive.com. Der Rückgang wurde durch die Schuldenprobleme Frankreichs ausgelöst.
Frankreich senkte sein vorgeschlagenes Defizitziel für 2027 von 5,4 % auf 5,0 % des BIP. EUR/USD bildet seit dieser Anpassung einen Boden aus.
Die Renditen französischer Staatsanleihen stiegen im gleichen Zeitraum weiter an. Die Gesamtinflation (CPI) der Eurozone stieg im September auf 3,8 % nach 3,2 % im August. Die Kerninflation der Eurozone stieg von 2,4 % auf 2,5 %.
Hintergrund
Die Fed-Vertreter Williams und Jefferson widersprachen den Erwartungen einer Zinserhöhung im Oktober. Das löste eine taubenhafte Neubewertung der Fed-Geldpolitik aus, doch der Dollar behielt seine Unterstützung.
Die politische Unsicherheit in Frankreich und Sorgen um das Haushaltsdefizit trieben die Ausweitung des Renditeabstands zwischen Frankreich und Deutschland an. Zudem stocken die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Trump schloss vergangene Woche neue Angriffe vor den Wahlen im November aus.
Auswirkungen auf den Markt
- EUR/USD: Im Tageschart liegt die nächste wichtige Unterstützung bei 1,1067, die Marke von 1,08 ist das nächste Abwärtsziel. Im 4-Stunden-Chart liegt das erste Aufwärtsziel bei 1,1285, die 1-Stunden-Unterstützung bei 1,1160.
- Spread Frankreich/Deutschland (Bund): Die größere Lücke hat die Wahrscheinlichkeit einer EZB-Zinserhöhung im Oktober verringert. Der Markt erwartet weiterhin eine EZB-Zinserhöhung im Dezember.
- US-Treasury-Renditen: Ein schwacher US-CPI könnte die Renditen senken und den Dollar kurzfristig belasten.
Worauf Trader als Nächstes achten sollten
- US-CPI-Bericht, Mittwoch: Der Kern-CPI steht im Fokus, die Daten wirken sich direkt auf die Treasury-Renditen und den Dollar aus.
- US-PPI, Einzelhandelsumsätze und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Donnerstag: Diese Veröffentlichungen folgen auf den CPI und ergänzen den US-Datenfluss für EUR/USD.
- Französischer Haushaltsentwurf: Der Vorschlag muss parlamentarische Hürden nehmen, sodass der französische Haushaltsausblick weiter im Fokus bleibt.
Fazit
EUR/USD bewegt sich zwischen einem niedrigeren vorgeschlagenen französischen Defizitziel und einem Spread zwischen Frankreich und Bund, der weiterhin Schuldenstress widerspiegelt. Der Dollar bleibt durch Risk-off-Flüsse gefragt, auch wenn die Erwartungen einer Fed-Zinserhöhung nachlassen. Der US-CPI am Mittwoch ist der nächste Datenpunkt, der dieses Gleichgewicht für EUR/USD testet.
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Quelle: investinglive.com
Dieses Material dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.