US-Dollar-Index steigt auf 102,21: Fed und Safe-Haven-Nachfrage treiben Rally
Der US-Dollar hat in der Woche bis zum 9. Oktober seine Gewinne ausgebaut: Der Dollar-Index legte um 0,27 % zu, da die Märkte auf restriktive Fed-Protokolle und die Nachfrage nach sicheren Häfen reagierten. Die Dollar-Index-Rally lässt EUR/USD und USD/JPY vor den US-Inflationsdaten anfällig für Schlagzeilen zur Fed, zur französischen Haushaltslage und zum Nahen Osten.
Die wichtigsten Punkte
- Wochengewinn: Der Dollar-Index schloss am 9. Oktober bei 102,21, nach 101,93 am 2. Oktober.
- Euro im Hintertreffen: EUR/USD fiel im Wochenverlauf um 0,46 %, von 1,1254 auf 1,1202.
- Fed-Zinserhöhung eingepreist: Eine sofortige Zinserhöhung der Fed wird kaum erwartet, doch die Märkte rechnen mit einer im Dezember.
Was ist passiert?
Der Dollar legte in der Woche gegenüber Euro, Pfund, Yen, Schweizer Franken und Kanadischem Dollar zu. Gegenüber dem Australischen Dollar und der Schwedischen Krone gab er nach. Der Dollar-Index bewegte sich zwischen einem Hoch von 102,54 am Montag und einem Tief von 101,75 am Dienstag.
GBP/USD gab um 0,06 % nach, von 1,3243 $ am 2. Oktober auf 1,3235 $ am 9. Oktober. AUD/USD stieg um 0,43 %, von 0,6955 auf 0,6985. Der Yen verlor 0,30 %, wobei USD/JPY von 157,86 auf 158,34 stieg.
Die Gewinne setzten sich am Montag fort. Der Dollar-Index erreichte 102,46 und notierte bei 102,44, ein Plus von 0,22 % gegenüber dem Freitagsschluss von 102,21. EUR/USD fiel um weitere 0,27 % auf 1,1172. GBP/USD stand bei 1,3224 und AUD/USD bei 0,6966. USD/JPY stieg auf 158,66.
Hintergrund
Die restriktiven FOMC-Protokolle zeigten, dass die Federal Reserve die Bekämpfung der erhöhten Inflation in den Mittelpunkt stellt. Erneute Kampfhandlungen im Nahen Osten sorgten zusätzlich für Safe-Haven-Nachfrage nach dem Dollar. Auch ein Ausverkauf am Anleihemarkt, der mit Sorgen über die globale Verschuldung und die Haushaltslage zusammenhängt, stützte die Währung.
Haushaltssorgen in Frankreich belasteten den Euro. RTTNews verwies auf Rekordschulden und politische Hürden bei Haushaltskürzungen. Die EZB-Protokolle bestätigten, dass die Entscheidung zur Zinserhöhung von einem sich verschlechternden Inflationsausblick getrieben war. Restriktive Aussagen der Bank of England begrenzten die Verluste des Pfunds. Die Äußerungen des Gouverneurs der Bank of Japan wurden als weniger restriktiv als erwartet gewertet.
Auswirkungen auf den Markt
- EUR/USD: Französische Haushaltssorgen belasteten den Euro, obwohl die EZB-Protokolle die Zinserhöhung mit einem schlechteren Inflationsausblick begründeten.
- GBP/USD: Restriktive Aussagen der Bank of England begrenzten den wöchentlichen Rückgang des Pfunds gegenüber dem Dollar auf 0,06 %.
- USD/JPY: Die Äußerungen des BoJ-Gouverneurs wurden als weniger restriktiv als erwartet gewertet, wodurch der Yen anfällig für die Dollar-Gewinne blieb.
- AUD/USD: Der Australische Dollar und die Krone waren die einzigen beiden Währungen, die im Wochenverlauf gegenüber dem Dollar zulegten.
Worauf Anleger als Nächstes achten sollten
- US-Inflationsdaten: Sie stehen im weiteren Wochenverlauf an, und die Stimmung am Dollar-Markt hängt an der Veröffentlichung. Die Quelle nennt weder einen Termin noch eine Konsensprognose.
- Fed-Sitzung im Dezember: Die Märkte erwarten im Dezember eine Zinserhöhung. Die Quelle nennt nur den Monat.
- Entwicklungen im Nahen Osten: Erneute Kampfhandlungen sorgten in der vergangenen Woche für Safe-Haven-Nachfrage nach dem Dollar.
Fazit
Die Dollar-Gewinne beruhen auf drei Treibern: einer auf die Inflation fokussierten Fed, der Nachfrage nach sicheren Häfen und Stress am Anleihemarkt. Der Euro ist anfällig für Nachrichten zur französischen Haushaltslage. Die US-Inflationsdaten, die im weiteren Wochenverlauf erwartet werden, sind die Veröffentlichung, an der die Dollar-Stimmung hängt.
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Quelle: RTTNews
Dieses Material dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.